Regenerative Bewirtschaftung


Der fruchtbare Boden steht im Mittelpunkt – Regenerative Landwirtschaft

Mit der regenerativen Landwirtschaft hat sich für uns eine grosse Welt geöffnet – auch wenn wir vieles davon bereits seit Jahren leben, ohne zu wissen, dass es dafür einen Namen gibt.
Der Boden stand auf unserem Biobetrieb schon immer im Zentrum unseres Handelns.
Im Frühling 2021 hat uns das Buch von Gabe Brown (Von toten Böden zu fruchtbarer Erde), ein Pionier der regenerativen Landwirtschaft aus North Dakota, zusätzlich motiviert, neue Experimente zu wagen und unsere bestehenden Ansätze weiterzuentwickeln. Schnell wurde jedoch klar: Regenerative Landwirtschaft lässt sich nicht einfach 1:1 kopieren. Jeder Boden, jeder Standort und jedes Umfeld ist einzigartig.
Was unter den klimatischen Bedingungen der USA hervorragend funktioniert, ist in den Bündner Bergen nicht automatisch geeignet.
Viele regenerative Massnahmen haben wir auf unserem Hof bereits seit Langem umgesetzt – intuitiv, aus Erfahrung und aus Überzeugung. Andere Ansätze, wie pfluglose Verfahren, haben wir ausprobiert, teilweise wieder verworfen daraus gelernt und wieder probiert bis es funktioniert.
Regenerativ bedeutet für uns nicht Dogma, sondern Beobachtung, Anpassung und kontinuierliches Lernen.
Vielfalt als Grundlage für gesunde BödenRegenerative Landwirtschaft heisst für uns: mehr Vielfalt statt Monokulturen, mehr Biodiversität über und unter dem Boden.
Diese Vielfalt fördert Nützlinge, stabilisiert natürliche Kreisläufe und hält Schädlinge auf natürliche Weise im Gleichgewicht. Durch einen schonenden Umgang mit dem Boden und den Anbau vielfältiger Kulturen wird das Bodenleben gestärkt – Mikroorganismen, Pilze und Regenwürmer bauen Humus auf und machen Nährstoffe pflanzenverfügbar.
Unser Agroforstsystem mit über 200 gepflanzten Bäumen ist ein zentraler Bestandteil dieses Ansatzes.
Die Bäume verbessern das Mikroklima, fördern die Biodiversität, schützen den Boden vor Erosion und tragen langfristig zur Kohlenstoffbindung bei.
Lebendige Kreisläufe statt externer Inputs
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Bodenlebens durch gezielte Massnahmen wie Komposttee, effektive Mikroorganismen und eine sorgfältige Hofdüngeraufbereitung.
Ergänzend setzen wir Pflanzenkohle, Steinmehl und ausgewählte Spurenelemente ein, um die mikrobielle Aktivität zu unterstützen und stabile Humusverbindungen aufzubauen.
Mit Untersaaten etablieren wir die Folgekultur bereits uner der Hauptkultur. Dadurch minimieren wir die Bodenbearbeitung. Alternativ nutzen wir mit Green Carbon Fix eine Untersaatmischung die gezielt durch Vielfalt die Bodenmikrobiologie fördert.
Gründüngungen fördern Humusaufbau, Bodenleben und Bodenstruktur und sichern so langfristig die Bodenfruchtbarkeit.
Unsere Arbeit wurde durch Regenerativ Schweiz mit ihrer Bildungsplattform sowie durch unser kantonales Klimaprojekt professionalisiert und deutlich beschleunigt.
Der fachliche Austausch, die wissenschaftliche Begleitung und die Vernetzung haben uns geholfen, unsere Erfahrungen zu vertiefen und gezielt weiterzuentwickeln.
Tierhaltung im Einklang mit dem Standort und der Futtergrundlage.
Unsere Tierhaltung folgt dem Prinzip „Feed no Food“, das wir bereits vor vielen Jahren umgesetzt haben. Unsere Tiere nutzen Futter von Flächen, die nicht ackerbaulich nutzbar sind (ausgenommen dem obligatorischen Kunstwiesenanteil in der Fruchtfolge), und verwerten betriebseigene Futterressourcen optimal.
Die Wahl des rätischen Grauviehs als robuste, standortangepasste Rasse welche auch die Kräuter auf der Alp effizient in Milch umwandelt ist dabei zentral.
Durch gesunde Tiere, eine angepasste Fütterung und bestmögliche Haltungsbedingungen konnten wir den Antibiotikaeinsatz auf ein absolutes Minimum reduzieren.
Das ist nicht nur ein Gewinn für die Tiere, sondern auch für den gesamten Betriebskreislauf: Antibiotika beeinträchtigen die Mikrobiologie – vom Tier über den Hofdünger bis hin zum Boden.
Lebensmittel von höchster Qualität- All diese Massnahmen führen zu Lebensmitteln von aussergewöhnlicher Qualität.
Die hohe Nährstoffdichte, die vitale Struktur und die positive Wirkung auf die Gesundheit der Menschen sind Ausdruck lebendiger Böden und funktionierender Kreisläufe.
Regenerative Landwirtschaft ist für uns kein Trend, sondern ein Weg – geprägt von Verantwortung gegenüber Boden, Tier, Mensch und zukünftigen Generationen.




Es sprudelt nach wie vor von neuen Ideen, doch wenn man mit der Natur arbeitet braucht alles seine Zeit und das ist auch gut so.


Buchweizen
2024 bauten wir erstmals auf einer kleinen Fläche Buchweizen an, welcher ab ca. ende September als Mehl in unserem Hoflada erhältlich ist.


Spargeln
2024 konnten wir erstmals kleiner Mengen Spargeln im Hoflada anbieten.
Bedingt durch unseren sandigen und mineralischen Boden schmecken die Spargeln hervorragend.

Agroforst

Seit Jahren pflanzen wir Bäume in unser Grünland und die Äcker rund um den Hof. Durch den Agroforst fördern wir die Biodiversität und schützen unsere fruchtbaren Böden vor Erosion.

Bergackerbohnen

Dank der Mithilfe von einem grossen Netzwerk an Helfern kann man inzwischen an diversen Standorten unserer Bergackerbohnen kaufen und geniessen.

Herzlichen Dank

Sabina, Severine,Pro specie rara, Maismühle Landolt,Dani Böhler vom FibL,Freddy Christandl,Rebecca Clopath,Hansjörg Ladurner, Andreas Caminada , sven wasmer, Patrick Marxer,Tanya Giovanoli, Sarah Kohler, Patricia Schwarzenbach für eure Mithilfe.

Mehr Informationen zu unserem Bergackerbohnenprojekt finden sie hier Bergackerbohnen aus dem Albulatal

Bergfrüchte

Gemeinsam mit einer Handvoll Bergobstfreunden und dem Parc Ela ist das Bergfruchtprojekt entstanden.

Und do no a paar Bilder vo üs,üserna Tiar und am wunderschöna Albulatal!